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23.05.2016 in Klasse 2.0
Tierquälerei - keine Seltenheit mehr

 

In jedem dritten Haushalt werden Haustiere gehalten. Ob der Kinder wegen oder einfach, um nicht alleine zu sein, Haustiere werden von fast jedermann gemocht. Die häufigsten Haustiere sind die altbekannten Vierbeiner wie Hund und Katze, aber auch Vögel, Nagetiere und exotische Haustiere wie Reptilien und Amphibien werden immer beliebter. Wer sich ein Haustier zulegen möchte, geht meist zu Züchtern oder in die Zoohandlung. Dabei vergessen allerdings Viele, wie viel Arbeit so ein Haustier macht und dass es zeit- und kostenaufwendig ist, da man für Futter, Tierarztrechnungen und vieles mehr zahlen muss. Wenn man die Kosten für das Haustier doch nicht tragen kann oder man keine Zeit mehr für sein Haustier hat, greifen viele Haustierhalter zum für sie einfachsten Mittel – sie setzen ihr Haustier aus oder lassen es einfach verwahrlosen, beachten es nicht mehr. Die Leidtragenden sind die Tiere, welche in den Wohnungen ihrer Halter unter erbärmlichen Bedingungen leben müssen. Die ausgesetzten Tiere werden im Glücksfall von tierlieben Menschen gefunden und aufgenommen, oder ins Tierheim gebracht. Auch wenn sich die Tierheime so gut wie sie können um alle ihre Schützlinge kümmern, fehlt es ihnen an Aufnahmekapazitäten, da Tierheime eigentlich nicht für den dauerhaften Aufenthalt der Tiere ausgelegt sind, sondern sie möglichst schnell in ein neues Zuhause geben möchten. Auch haben die Tierheime oft zu wenig Geld, da sie sich ausschließlich von Spenden finanzieren, und die freiwilligen Helfer vieles aus eigener Tasche zahlen. Ich war selber schon in einigen Tierheimen, und es ist wirklich traurig, wie viele Tiere in den Zwingern und auf kaltem Beton sitzen, weil sie niemand haben möchte .Großen Respekt an die, die sich um diese Süßen kümmern und sie wieder aufpäppeln. Doch den Tieren im Tierheim geht es vergleichsweise noch besser, als denen, die einfach vergessen werden. Im Extremfall werden die in den Wohnungen hausenden Tiere vom Veterinäramt abgeholt, welches durch Hinweise auf die vernachlässigten Vierbeiner aufmerksam gemacht wird. Die Strafen für sind in der Praxis meist viel milder, als sie offiziell laut dem Strafgesetzbuch für Tierquälerei verhängt werden. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Tiere im deutschen Rechtssystem noch als Sache angesehen werden, weshalb solche Strafdelikte wie oben bereits genannt als Sachbeschädigung eingestuft werden.

Nun werden sich viele fragen, wie man helfen kann. Die Antwort ist einfach. Wenn du dir ein Tier zulegen willst, musst du dir vorher über die Kosten im Klaren sein, und dich natürlich auch ausreichend um es kümmern, das wird wohl jedem klar sein. Und solltest du dir einen Hund oder eine Katze holen wollen, dann hilfst du sehr, in dem du ein Tier aus dem Tierheim adoptierst. Du wirst sehen, wie dankbar diese Vierbeiner sind. Solltest du alte Decken, Bettwäsche, oder Ähnliches haben, was sie eigentlich wegwerfen wollen, dann spende es lieber einem Tierheim in deiner Nähe. Genauso kannst du auch Tierfutter, das deine Lieblinge nicht vertragen oder nicht fressen, spenden. Die Tiere im Heim haben Schlimmes durch gemacht und benötigen jede Hilfe, die sie kriegen können.

Patricia Weiß

9e

Europagymnasium Bitterfeld

Quelle: www. Juraforum.de
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